Finnische Sauna

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Sauna, Sauna, Sauna ... schwitzen für ein stabiles Immunsystem

von Johanna Thelemann

Das Wort Sauna kommt aus dem Finnischen und bedeutet „Raum aus Holz“ . Die Sauna stammt aber nicht, wie angenommen aus Finnland, sondern aus Ostasien, wahrscheinlich aus Japan. Die Finnen, die einem asiatischen Volk entstammen, brachten sie mit nach Europa. Die Sauna wird zum ersten Mal in einem zweieinhalbtausend Jahre altem Schriftstück erwähnt. Die altertümlichen Saunas waren Erdlöcher, deren Böden man mit heißen Steinen bedeckte. Darüber aufgehängte Holzroste schützten vor Verbrennungen. Um schnell hohe Umgebungstemperaturen zu erreichen, goss man Wasser auf die glühendheißen Steine. Aus dieser Zeit stammt der Aufguss. Das Abkühlen erfolgte im nahe gelegenen Fluss oder See. Kontrolliertes Schwitzen in der Sauna ist wohltuend und trägt zur körperlichen Gesundheit bei. Die hohen Temperaturen zwischen 70 und 95° C erträgt man, weil die Luftfeuchtigkeit in der Saunakabine sehr gering ist. Sie beträgt etwa 5 bis 10 %. Das Schwitzen verhindert eine Überhitzung der Haut. Der beliebte Aufguss, bei dem eine oder mehrere Holzkellen aromatisiertes Wasser auf den Steinen des Saunaofens abrupt verdampfen, erhöht die Luftfeuchtigkeit auf 60 bis 70 %. Parallel steigt für kurze Zeit die Temperatur um einige Grade.

Somatischer Nutzen

Die Körpertemperatur erhöht sich beim Saunen fiebergleich auf etwa 39°C und zerstört dabei Bakterien. Die Hautoberfläche erreicht sogar 40 bis 42°C. Das wirkt positiv auf die oberen Hautschichten. Verstopfte Poren öffnen sich und Talgablagerungen lösen sich auf.

Die Wechselbäder, heiß und kalt, sind ein ideales Hautgefäßtraining, das die Alterung verlangsamt. Außerdem trägt das Saunieren zur physiologischen Muskelentspannung bei.

Der Aufguss, der unter Zugabe ätherischer Öle, Salz oder Honig positiv auf das vegetative Nervensystem wirkt, verkörpert den Höhepunkt eines jedes Saunaganges, der in der Regel zehn bis fünfzehn Minuten dauert.

Wie oft in die Sauna?

Saunieren Sie einmal pro Woche, sind drei Saunagänge á fünfzehn Minuten zu empfehlen. Bevorzugen Sie zweimal pro Woche richtig zu schwitzen, genügen zwei Saunagänge. Der tägliche Besuch erfordert nur einen Saunagang. Natürlich können Sie die Saunagänge ihrer sportlichen Leistungsfähigkeit entsprechend variieren.

Bevor Sie sich ins Vergnügen stürzen, beachten Sie folgende Empfehlungen:

  • Trinken Sie reichlich. Vermeiden Sie aber den Genuss von Kaffee, Bier und anderen alkoholischen Getränken. Sie verändern Ihren Blutdruck!
  • Saunieren erhöht die Nierentätigkeit. Gehen Sie vor dem Schwitzen zur Toilette.
  • Jeder Saunagang beginnt mit dem Duschen. Das ist ein hygienisches Muss! Es schützt vor Gerüchen und reinigt die Körperoberfläche. Benutzen Sie eine wenig parfümierte Lotion oder ein mildes Duschgel. Trocknen Sie sich nach dem Duschen gründlich ab.
  • Vergessen Sie nie Ihr persönliches Saunatuch. Es kann gar nicht groß genug sein! Breiten Sie es so weit aus, dass Ihr schwitzender Körper die Sitzbank nicht berührt und kein Schweißtropfen direkt auf das Holz fällt.
  • Machen Sie es sich auf dem Rücken liegend bequem, sofern Sie niemanden stören. Ein Holzkeil unter dem Kopf sorgt für Entspannung.
  • Sprechen Sie so wenig wie möglich. Geben Sie sich Ihren Gedanken hin.
  • Ziehen Sie es vor im Sitzen zu Saunen, stellen Sie Ihre Füße auf die Sitzbank und ziehen die Beine an. So befindet sich Ihr gesamter Körper im gleichen Temperaturniveau.
  • Denken Sie daran, dass Wärme die Tendenz hat nach oben zu steigen. Anfänger setzen sich klugerweise auf die mittlere oder untere Bank, damit sich der Körper an die neuen Bedingungen gewöhnen kann. Sollte es zu heiß werden, empfiehlt es sich eine Bank tiefer zu klettern oder den Saunagang abzubrechen.
  • Ein durchschnittlicher Saunagang beträgt 8 bis 15 Minuten.

Das Abkühlen

Die sachgemäße Kaltanwendung ist ein weiterer Höhepunkt, der Ihnen das Gefühl des „Neugeborenseins“ vermitteln kann. Duschen Sie nach jedem Saunagang so kalt wie möglich. „Warmduschen“ bringt Sie um den eigentlichen Effekt, nämlich das Gefäßtraining der Haut. 

Wichtig: Kühlen Sie sich richtig ab. Nachschwitzen fördert Erkältungskrankheiten. Denken Sie daran, dass die Gefäße erweitert sind und deshalb Schadstoffe leichter aufnehmen. Raucher sollten ein Stunde auf die Zigarette verzichten.

So machen Sie es richtig:

  • Tanken Sie frische Luft mit Bewegung im Freibereich. Das entspannt ihre Muskeln.
  • Benutzen Sie kaltes Wasser aus dem Gartenschlauch zum kühlen Ihres Körpers. Fangen Sie langsam bei den Füßen an, von rechts nach links in Richtung Hüfte. Führen Sie dann den Schlauch, ebenfalls rechts beginnend, über Hände und Arme zu den Schultern.
  • Sehr effektiv ist der Ganzkörperguss unter der Schwallbrause.
  • Geübte steigen nach dem Duschen für zehn Sekunden in das Tauchbecken und atmen dabei tief durch. Nicht zu empfehlen bei Bluthochdruck!
  • Zur Komplettentspannung empfiehlt es sich, die Füße in ein knöchelhohes, vierzig Grad heißes Fußbad zu stellen.
  • Gönnen Sie sich nach dem Saunieren Ruhe in nicht zu warmer Umgebung. Legen Sie die Beine hoch und trinken Sie reichlich Wasser, Kräutertee oder zuckerarme Säfte. Je nach Anzahl der Saunagänge sollten Sie bis zu zwei Liter Flüssigkeit aufnehmen. Vermeiden Sie aufputschende Getränke. 

Das Wellness- und Media Team in Köln wünscht Ihnen viel Spaß und gute Gesundheit.

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