Düfte & Co

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Winterdüfte beruhigen und erfrischen

Es ist Winter. Überall duftet es nach Glühwein, gebratenen Äpfeln, Lebkuchen, Zimt und Orange. Auf Weihnachtsmärkten oder  mit Hilfe von Duftlampen genießen wir Düfte, die uns im Winter die Natur ersetzen und die Kälte durch ihre positive Wirkung erträglicher machen. In der Sauna kommt dem Gast neben Eukalyptus der Duft von Citrusfrüchten, Zedernholz und Lebkuchen entgegen.

heiss+kalt befragte dazu Bernhard Mayer-Klenk von der Firma Kemitron aus Wendlingen.

h+k: Welche Düfte sind in der Winterzeit besonders beliebt und wie wirken sie?,

Mayer-Klenk:
Gerade die kalte Jahreszeit kennt eine ganze Serie von Düften, die für diese Zeit spezifisch sind. Dazu gehören Orange, Mandarine, Zimt, Nelke, Anis, Vanille oder Zedernholz. Zu Weihnachten findet man aber auch Honig-Düfte, Grapefruit, Fichtennadel und nicht zu vergessen Ylang. Ylang gilt als sehr erotischer Duft. Seine Beliebtheit rührt aber auch von seiner Ausstrahlung von Wärme und Geborgenheit her. Ylang ist häufig in Massageölen für Damen zu finden.

Diese Winterdüfte haben alle etwas gemeinsam: Sie wirken harmonisierend, ausgleichend und erwärmend, sie wirken aber auch erheiternd. Was in der trüben kalten Jahreszeit sehr willkommen ist. Düfte wie Orange oder Grapefruit wirken außerdem erfrischend, Ylang dagegen vermittelt Geborgenheit.

h+k: Woher kommen die Düfte ursprünglich?

Mayer-Klenk: Viele  Düfte stammen aus unseren Breitengraden, dazu zählen viele Nadelnoten wie Fichten- und Kiefernnadeln, Latschen, Moose und Harze. In früheren Zeiten wurden diese Hölzer als Räucherwerk verbrannt, später angesengt für einen guten Geruch im Raum. Die meisten anderen Düfte stammen aus südlichen und tropischen Ländern, hauptsächlich aus dem fernöstlichen Raum. Nach ihrer Entdeckung wurden die wertvollen Gewürze, Kräuter und Duftöle wie Gold gehandelt.

h+k: In der letzten Ausgabe erfuhren wir einiges über das Mischen von Düften. Kann ich mir eine Duftmischung auch selbst herstellen, und haben Sie einen Tipp für eine Mischung?

Mayer-Klenk: Ja, jeder kann nach Lust und Laune und mit Phantasie mischen. Wichtig ist nur, dass qualitativ hochwertige Öle – möglichst natürliche – verwendet werden. Sie finden Sie u. a. in Apotheken, Reformhäusern, Teeläden und speziellen Duftgeschäften.
Auf Märkten entspricht das Angebot nicht immer der gewünschten Qualität.
Zum Testen einer Duftmischung gibt es einen einfachen Tipp: Geben Sie einige Tropfen des ausgewählten Öls auf ein Papier-Taschentuch und legen es auf die Heizung. So können Sie rasch und einfach erkennen ob Ihnen der Duft gefällt und dann loslegen.

Bei jungen Leuten ist Patchouli und Vanille immer noch ein Renner.
Eine schöne Wintermischung besteht für mich aus Orange mit Zimt, etwas Anis oder Vanille und Honig mit Bienenwachs.
Einige Tropfen Mandarine machen den Duft weicher, einige Tropfen Grapefruit dagegen frischer.
Für Nadelnoten kann man zum Beispiel. Fichtennadel mit Zedernholz und einigen Tropfen schaligem Zitronenöl mischen.

h+k: Welche Ihrer Duftmischungen für Sauna-Aufgüsse sind im Winter besonders beliebt?

Mayer-Klenk: Beliebte Düfte aus unserem Sortiment für die kalte Jahreszeit bis Weihnachten sind Bratapfel und Mandorange sowie die Komposition „Harmonie“. Später ist gefragt Zimona, Pfefferkuchen und Orangenhonig und nach Weihnachten Schneetanne, Eisblumen oder Eisapfel.

h+k: Verraten Sie einige Komponenten der Mischung Harmonie?

Mayer-Klenk: Gerne, allerdings nur die Hauptkomponenten: Den Schwerpunkt bilden Orange, Mandarine und saftige Zitrone. Dann kommen dazu Honig, eine fruchtige Rose und kleine Mengen Ylang und Zeder.

Die Firma Kemitron GmbH in Wendlingen besteht seit 20 Jahren und komponiert seit fast 20 Jahren anspruchsvolle Aufguss-Düfte für Sauna und Düfte für Dampfbäder. Seit kurzem werden auch Einreibungen und Eventprodukte entwickelt.

 

Quelle: heiss+kalt - Copyright Martina Frentzel, wellness&media Köln