Schwimmteiche – Naturnaher Badespaß im eigenen Garten

- Foto: n.n.
„Schon lange haben wir von einer Bademöglichkeit im eigenen Garten geträumt“, erzählt Stefan Diekmann aus Koblenz. „Ein herkömmlicher Swimming-Pool war uns allerdings zu steril und mit zuviel Pflegeaufwand verbunden. Die Idee des Schwimmteiches hat uns direkt begeistert." Ein kühles Bad an heißen Tagen, eine Plansch- und Spielmöglichkeit für Kinder oder einfach nur ein Ort zum Ausruhen und Entspannen“ – Dies alles kombiniere ein Schwimmteich. „Auch bei trüberem Wetter oder im Winter ist unser Badeteich ein attraktiver und faszinierender Mittelpunkt unserer Gartenanlage.“Bei einem Schwimmteich handelt es sich um eine naturnahe Teichanlage, die groß genug ist, um darin zu schwimmen. Unterteilt ist die Anlage in eine Schwimmzone und einen Regenerationsbereich, in dem die Wasseraufbereitung stattfindet. Die Filtrierung des Wassers erfolgt auf vollbiologischem Wege durch richtigen Aufbau und die passende Dimensionierung der Regenerationszone, ferner durch Bepflanzung und Mikroorganismen. Pumpen- und Filtertechnik werden zur Unterstützung der natürlichen Vorgänge eingesetzt.Die Vorteile werden von immer mehr Natur- und Gartenliebhabern geschätzt. Schwimmteiche machen einerseits den Garten erheblich attraktiver, auf der anderen Seite ermöglichen sie das Baden in natürlichem, sauberem und weichem Wasser.
Auch auf kleinem Raum
„Für einen Schwimmteich ist in unserem Garten kein Platz – da braucht man ja ein riesiges Grundstück!“ Diese Auffassung ist weit verbreitet und für viele Privatleute ein Ausschlusskriterium für die Errichtung eines Badeteiches im eigenen Garten. Carsten Schmidt von der Firma Teich & Garten erklärt, warum dem nicht so ist: „Die erforderliche Gesamtgröße einer Anlage ist abhängig von den Vorstellungen hinsichtlich der Nutzung und von der technischen Ausstattung des Schwimmteiches. Gerade kleine Anlagen sind reizvoll und bieten ein großes Potential an Badespaß und Erholung zu Hause.“ Auf die Frage nach den Möglichkeiten der Nutzung: „Der Schwimmteich kann beispielsweise in erster Linie als Kaltbecken nach einem heißen Saunagang dienen, aber auch als Planschmöglichkeit für Kinder oder für eine kurze Abkühlung an heißen Sommertagen. Hierzu genügt schon eine Gesamtfläche von 20 oder 25 Quadratmeter, wobei ein Teil dieser Fläche dann der entsprechenden Nutzung vorbehalten ist.“
Schwimmteiche im Süden
Längst ist der Schwimmteich über die Grenzen Mitteleuropas exportiert. Im Mittelmeerraum sind bereits zahlreiche Poolanlagen durch einen Badeteich ersetzt worden. Für Ferienhäuser und Urlaubsresidenzen liegen hier die Vorteile auf der Hand: Wenig Technikeinsatz senkt die Kosten, und ein biologisch aufbereiteter Teich nimmt es nicht übel, wenn sich einige Monate niemand um ihn kümmert.Neben diesem praktischen gibt es auch ökologische Vorteile. Es entstehen Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten, die stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht sind. Ein Schwimmteich kann dazu beitragen, ökologische Nischen zu schaffen und zu erhalten. Dies und - der im Vergleich zum Pool geringe Energieverbrauch - stehen im Mittelpunkt der Firmenphilosophie von Carsten Schmidt, der in den vergangenen Jahren mehr als 90 Badeteiche im In- und Ausland errichtete.
Weitere Informationen: www.teichundgarten.de
Traumhaft anmutende Optik

- Foto: fassladen.de
Saunafass: Einmaliges Klima durch besondere Konstruktion
Bei der Firma „fassladen“ in Bad Elster im Vogtland standen die Telefone nicht mehr still, nachdem das Unternehmen ein Saunafass in einem Garten in Hürth bei Köln aufgestellt hatte. Der Grund: RTL hatte den Aufbau für die Sendung „RTL – Mein Garten“ gefilmt und am 30. September ausgestrahlt. Ca. 1,5 Millionen Zuschauer verfolgten die Sendung.
Einer von ihnen war Axel Lindner aus Bräsen bei Dessau. Die Familie besitzt einen großen Garten, der nicht einsehbar ist. Als sie das Fass im Fernsehen sahen, war es „Liebe auf den ersten Blick“. Eine Internetrecherche, ein Anruf, und keine vier Wochen später steht auch in diesem Garten ein Saunafass. Sonntags von der heiss+kalt-Redaktion angerufen, kommt Lindner gerade aus der Sauna, muss sich erst abtrocknen. „Wir nutzen unser Fass ein bis zweimal pro Woche“, sagt er und betont: „Es ist einfach nur schön.“
Was ist ein Saunafass? Schon 1992 hatte Gerd Kellner, Mitinhaber des „fassladens“, in Finnland zum ersten Mal ein solches gesehen. Nicht nur die ausgefallene Optik, auch die Vorteile für den Saunabau im Vergleich zur „normalen“ Sauna leuchteten ihm sofort ein: „Das zu erwärmende Raumvolumen ist kleiner, und die Wärme verteilt sich gerade beim Aufguss besser“, erläutert Gerd Kellner. Zudem biete die runde Form Platzvorteile für die Saunagänger.
Hinzu kommt die laut Gerd Kellner einmalige Klimatisierung dieser Saunabauform: Durch die Fassform werde eine Thermik erzeugt, die eine gleichmäßigere Temperatur und Feuchtigkeitsverteilung gewährleiste als das in herkömmlichen Saunen der Fall ist. Keine Ecken bedeute gleichzeitig auch keine Luftstauungen.
Eine runde Form in Holz zu erstellen ist allerdings eine Herausforderung. Kellner entwickelte, arbeitete an Technik sowie Holzverarbeitung und verkaufte ab 1999 zunächst in der heimatlichen Umgebung. Sein Perfektionsdrang zwang ihn über die Jahre, immer neue Verbesserungen durchzuführen und keine Qualitätsverluste zuzulassen. Mittlerweile wurde im In- und Ausland ein Händlernetz aufgebaut und ein Direktvertrieb über das Internet mit Webseite und angeschlossenem Shop organisiert. Auch die Redaktionsleitung von „RTL – Mein Garten“ fand seine Entwicklung höchst originell und widmete dem Thema ganze 20 Minuten Sendezeit.
Die Optik der Fässer weckt Traum-Assoziationen, die Konstruktion dagegen ist höchst logisch und äußerst praktisch durchdacht. Auf der Website des „fassladens“ werden die einzelnen Fertigungsteile ausführlich beschrieben. In nur einem Tag wird das Fass von den Profis aufgebaut, wobei der Untergrund keine bestimmten Voraussetzungen erfüllen muss. Später kann das Fass sogar mittels eines Gabelstaplers versetzt werden – selbst einen Umzug muss man hier nicht fürchten.
Die Familie Lindner hat auch keinen Umzug geplant. Im Gegenteil, demnächst soll noch ein Tauchbecken aus Holz gebaut werden, das Blockhaus zum Ausruhen gibt es bereits. Urig und bodenständig geht es bei ihnen nicht nur in Bezug auf die Holzbauweise zu. Die Sauna wird ganz wie in früheren Jahrhunderten bei den Finnen mit Holz beheizt. Allerdings nicht mehr auf offener Feuerstelle, sondern mit modernstem finnischen Saunaofen. High Tech meets Bodenständigkeit, Energiesparen inbegriffen.
Ist es nicht mühsam und langwierig, mit Holz zu heizen? „Im Gegenteil“, protestiert Axel Lindner. „Nach 45 Minuten ist die gewünschte Temperatur erreicht. Den ersten Saunagang machten wir heute mit 100, den zweiten bei 85 Grad.“ Aber auch elektrische Öfen in verschiedenen Ausführungen können im Saunafass eingesetzt werden. „Ein Saunagang verbraucht nur Strom für ca. 4 bis 6 Euro.“
Weitere Informationen: www.fassladen.de
Quelle: heiss+kalt - Copyright Martina Frenzel, wellness&media Köln


