Wellness international

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Wellness umspannt die Welt

Wellness, die Wortkreation aus „well-being“ und „Fitness“ aus den 50er Jahren, ist heute der Sammelbegriff für viele Angebote und Dienstleistungen, Produkte und Serien.WELLNESS ist das weltumspannende Synonym für Wohlbefinden und Gesundheit. Dabei treten bei der Verwendung dieses Wortes große kulturelle und nationale Unterschiede auf.So umfasst im nord-amerikanischen Gebrauch der Begriff Wellness sowohl körperliches als auch geistiges, finanzielles, gesellschaftliches und ökonomisches Wohlbefinden. Er impliziert eine Form gesellschaftlicher Richtschnur und soll zu einem bewussten Umgang mit sich selbst, den eigenen Ressourcen und Möglichkeiten führen. Präventionsprogramme gegen Aids, Fehlernährung und andere Erkrankungen arbeiten ebenso mit dem Begriff wie Finanz- und Investitionsprogramme oder Umweltschutzaktionen In den asiatischen Teilen der Welt ist Wellness eine Bewegung, verbunden mit Sportstudios, ausländischen Lokalen und Vergnügen – die heimischen Gepflogenheiten einer ganzheitlichen Gesundheitsfürsorge, Bewegungsformen wie Tai Chi, die Heilbehandlungen mit Kräutern, Wurzeln und Akupunktur sind dagegen für die modernen Menschen dieses Erdteils verpönt und veraltet. China, als Land grandioser wirtschaftlicher Entwicklungen mit geradezu explosionsartigem Wirtschaftwachstum, ist asiatischer Vorreiter einer bisher unbekannten Wellnesswelle. Körperkult und der Konsum von teuren Lifestyeprodukten betonen die neue Individualität. Der Wunsch, sich durch den Besitz gerade westlicher Güter abzuheben, steigtstetig.Auf dem afrikanischen Kontinent ragen gerade Algerien, Marokko, Lybien und Tunesien mit regionalen Wellness-Offerten heraus. Wunderschöne traditionelle Hamams und exklusive Thalassobäder werden restauriert bzw. neu angelegt. In den letzten Jahren sind Hotelanlagen mit sehr hohem Wellnessanteil entstanden, die aber unter den politisch-religiösen Unruhen sehr leiden. Doch auch der Anteil privat finanzierter Anlagen ist erheblich, denn gerade dieser Teil von Afrika erwacht wieder zum Land aus 1001 Nacht. Diese aufstrebenden Länder bauen wieder ihre eigene Wellness-Kultur auf, die, regionspezifisch ausgelegt, sowohl für Touristen als auch für Einheimische attraktiv ist.

Quelle: heiss+kalt - Copyright Maria Hastenstab

 

Wellness in Deutschland

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Nachdem der Begriff „Wellness“ anfangs in Deutschland von vielen belächelt wurde, wächst der Wellness-Markt stetig, immer neue Branchen profitieren vom Wohlfühl-Trend.

Aufgrund des inflationären Gebrauchs des Wortes kommt es heute nach Meinung von Fachleuten auf die richtige Platzierung und glaubwürdige Vermarktung an – „reine Beauty / Therapieversprechen oder Wohlfühlaspekte reichen da nicht mehr aus“ meint Oliver Schwarzmann von der „Future Business Group“. Auch im deutschsprachigen Raum erweitere sich der Ausdruck Wellness nun um mentale und soziale Aspekte und solle vom Massenwort zum Premium-Begriff zurückgeführt werden.

Beispiele für Kultur-Austausch in Sachen Wellness

„Wir haben Anfragen aus der ganzen Welt,“ sagt Frank Weiand von der Firma „Hamam-Concept“. Gerade Badeformen, die eigene Ästhetik und Rituale mitbrächten, stünden international hoch im Kurs. Deutsche Sauna-Öfen werden nach Osteuropa und Russland exportiert, um dort die traditionelle Banja zu beheizen. „Ein riesiger Markt“, bekräftigt Michael Meis von der Firma EOS.

Selbst nordeuropäische Kunden bestellen Saunen in Deutschland – so baute die Firma Röger z. B. in Norwegen eine Fitness- und Saunalandschaft, man hatte sich auf der aquanale 2003 getroffen.

Die deutsche Begeisterung für Sauna und Thermalbäder wird auch innerhalb Europas exportiert: Die H.S. Unternehmens-Gruppe Stork baut ein Thermalbad in England, in dem den Engländern langsam vermittelt werden soll, auch nackt geschlechterübergreifend zu saunieren. „Wir machen es ähnlich wie hier in den 60er Jahren“, informiert Architekt und Planer Michael Harbarth der H.S. Unternehmens-Gruppe Stork, „und beginnen mit einem Damen / Herren-Tag pro Woche“.

Da US-Amerikaner sich ungern ihrer Kleider entledigen – selbst im Familienkreis – tun sie sich mit dem Saunieren schwer. Dagegen können Hersteller von Dampfduschen und Infrarot-Kabinen dort echte Zukunftsmärkte entdecken. „Da Amerikaner oft umziehen, sehen wir im Bereich Infrarot große Chancen auf dem US-Markt“ meint Thorsten Hahr von der Firma Philips. Ob Japan, Südafrika oder USA – deutsche Sole-Inhalations-Anlagen oder Duftstoff-Dosiertechnik werden in alle Welt exportiert. Die Firma Kemitron mit Sitz im schwäbischen Wendlingen hat, wie viele in der Branche, bereits einen Firmensitz in den USA.

 
Quelle: heiss+kalt - Copyright Martina Frenzel, wellness&media Köln